Klientenzentrierte Gesprächstherapie
 
Psychotherapie

Psychotherapie ist eine eigenständige wissenschaftliche Disziplin und Behandlungsmethode bei psychischen, psychosozialen oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Die Ausübung der Psychotherapie ist seit 1991 gesetzlich geregelt ( Psychotherapiegesetz). Die psycho-therapeutische Ausbildung dauert etwa sieben Jahre, die Berufsbezeichnung "PsychotherapeutIn" ist gesetzlich geschützt.

In der Psychotherapie werden kurz- und langfristige Veränderungs- und Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt, indem Symptome und Leidenszustände auf dem Hintergrund der jeweiligen Lebensgeschichte verstanden und verstehbar gemacht werden. Ziel der Psychotherapie ist es im Hier und Jetzt den Handlungsspielraum zu erweitern und die Lebensqualität zu verbessern.

Die Tätigkeit der PsychotherapeutInnen unterscheidet sich wesentlich von der psychiatrischen und der psychologischen Berufsausübung.

In Österreich sind mehrere psychotherapeutische Methoden anerkannt. Die Kriterien für die Anerkennung sind ein eigenständiges und wissenschaftlich fundiertes Theoriegebäude und der Nachweis der Wirksamkeit ( Psychotherapie-Methoden).

Die Krankenkassen bezahlen bei krankheitswertigen Störungen und Leidenzuständen einen Zuschuss. Davon abgesehen gibt es in den Bundesländern sehr unterschiedliche Regelungen von „Psychotherapie auf Krankenschein“ ( Kosten einer Psychotherapie).

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Was ist die Klientenzentrierte Psychotherapie?

Die Klientenzentrierte Psychotherapie wurde von Carl. R. Rogers begründet und ist im deutschsprachigen Raum auch unter der Bezeichnung Gesprächspsychotherapie bekannt.
Eine zentrale Aussage von Rogers ist:

Jeder Mensch hat ein unermessliches Potential zu Wachstum und Entfaltung in sich.

Durch unterschiedliche Erfahrungen kann dieses Potential eingeschränkt bzw. blockiert sein.

In einem Klima, das geprägt ist von Wertschätzung, Respekt, Vertrauen und empathischem Verstehen ist es möglich, Zugang zu diesem Potential zu finden, dem eigenen Erleben wieder Ausdruck zu verleihen und als Person zu wachsen und zu reifen.

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Wie arbeitet die Klientenzentrierte Psychotherapie?     

In der Klientenzentrierten Psychotherapie haben das Erleben des/der KlientIn und dessen persönliche Bedeutung sowie die bewußte Erfahrung der realen Beziehung einen hohen Stellenwert.
Der/die TherapeutIn hört aufmerksam zu.
Äußerungen, Befindlichkeiten und Stimmung des/der KlientIn werden gemeinsam genauer erforscht.

So entdeckt der/die KlientIn im Laufe der Therapie ein immer klareres Bild von sich, kann die eigene Geschichte, persönliches Erleiden, typische Verhaltensweisen besser verstehen, um dann für sich selber und andere ein höheres Maß an Achtung und Wertschätzung aufzubringen.

Es entwickeln sich daraus neue Sichtweisen und Problemlösungen.

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Wann ist die Klientenzentrierte Psychotherapie hilfreich?         

Klientenzentrierte Psychotherapie kann Sie zum Beispiel unterstützen:
* Ressourcen und eigenen Stärken aufzuspüren
* Ängste abzubauen
* In Lebenskrisen, Zeiten von Veränderung Orientierung und Sicherheit zu finden
* In Situationen von Traurigkeit, innerer Leere, Sinnlosigkeit und Verzweiflung Zuversicht zu finden
* In Phasen von Streß, Überforderung und hoher Belastung Ausgleich und Abgrenzung zu schaffen
* Bei Trennung, Krankheit und Tod Hoffnung und neue Lebenspläne zu entwerfen
* Psychosomatische Beschwerden, Zwänge, Depressionen und andere Störungen zu überwinden
* Eigene Werte und Maßstäbe zu finden
* Psychotisches Erleben verstehen zu lernen

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Informationsblatt zur mündlichen Therapiervereinbarung

Seit 1990 ist Psychotherapie neben der Medizin als eigenständiges Heilverfahren gesetzlich anerkannt. Psychotherapeut/Innen bedürfen zur Ausübung ihrer Arbeit und zum Führen der Berufsbezeichnung einer Anerkennung durch das Gesundheits-ministeriums und müssen in die offizielle Psychotherapeutenliste eingetragen sein.

Die Grundlage einer Psychotherapie ist die Arbeitsbeziehung zum Therapeuten, welche einer Regelung bedarf.

Das vorliegende Informationsblatt vermittelt Ihnen wesentliche Punkte des mündlichen Therapievertrages.

1.Dauer der Sitzung

Eine Sitzung dauert jeweils 50 Minuten.

2.Häufigkeit der Sitzungen

In der Regel finden Sitzungen einmal wöchentlich statt, können aber, wenn es die Indikationstellung erfordert, wie etwa bei Kriseninterventionen, kurzfristig in kürzeren Intervallen angesetzt werden. Psychotherapie ist ein Prozess und keine lockere Aneinanderreihung von Gesprächen. Unterbrechungen sind möglichst zu vermeiden, Regelmäßigkeit fördert den Therapieerfolg !

3.Dauer der Therapie

Die Dauer der Therapie hängt von Ihrer Ausgangslage und Ihren Zielen ab. Eine wirklich tief greifende Psychotherapie braucht Zeit. Die Beendigung einer Behandlung sollte in jedem Fall mit dem Therapeuten besprochen und gemeinsam geplant sein. Sollten Sie, aus welchen Gründen auch immer, Ihre Therapie abbrechen wollen, so verpflichten Sie sich in jedem Fall zu einem abschließenden Therapiegespräch.

4. Honorar

Psychotherapie ist eine berufliche Tätigkeit, die gegen Honorar ausgeübt wird. Mein Honorar beträgt derzeit € 80.- pro Sitzung (umsatzsteuerfrei), und ist grundsätzlich nach jeder Sitzung in bar zu bezahlen. ( Es besteht die Möglichkeit eines Sozialtarifes !)

Bei Patienten mit einer krankheitswertigen Beeinträchtigung refundieren die Krankenkassen derzeit € 21,80 pro Sitzung. Dazu erhalten Sie von mir in regelmäßigen Abständen eine Honorarnote zum Einreichen an Ihre Krankenkasse. Zwischen dem 1.und 2.Therapiegespräch ist eine ärztliche Bestätigung über die gesundheitliche Unbedenklichkeit, einzuholen.

Für Patienten mit schweren Störungen und finanziellen Schwierigkeiten gibt es ein begrenztes Kontingent an kostenfreien Therapieplätzen (Die Kosten werden zur Gänze von der Krankenkasse getragen). Dazu brauchen Sie eine ärztliche Überweisung, die Abrechnung erfolgt direkt mit der Krankenkasse.

 

5.Absage von Terminen

Auch Therapeuten müssen wirtschaftlich und zeitlich planen. Aus diesem Grund sind Sitzungstermine, die nicht mindestens 24 Stunden vorher abgesagt werden, in voller Höhe zu bezahlen.

6.Erreichbarkeit

Ich bin telefonisch Mo.bis Fr. von 07.30 bis 08.30 Uhr unter der Tel.Nr: 03862 52491 persönlich für Sie erreichbar. Sollten Sie mich nicht erreichen, sprechen Sie bitte auf meinen Anrufbeantworter, ich rufe Sie gerne zurück.

7.Privatkontakte

Privatkontakte und psychotherapeutische Arbeit schließen einander aus.

8.Verschwiegenheit

Psychotherapeuten und ihr Hilfspersonal sind an eine strenge, gesetzlich geregelte Schweigepflicht gebunden.

9.Sonstiges

Parallele Einzeltherapien oder die Teilnahme anTherapiegruppen bei anderen Psychotherapeut/Innen können aus methodischen Gründen kontraindiziert, d.h. momentan nicht sinnvoll sein. Bezüglich der Teilnahme an Seminaren und therapieähnlichen Veranstaltungen ersuche ich Sie um eine vorhergehende Rücksprache.

Es kann für Ihren Therapieverlauf wichtig sein, andere Personen in die Therapie miteinzubeziehen. Wenn es aus meiner Sicht erforderlich ist, werde ich es Ihnen zur gegebenen Zeit vorschlagen.

Wenn Sie mit diesen Rahmenbedingungen einverstanden sind und sich für eine Psychotherapie entschließen, haben Sie bereits den ersten Schritt hin zu sich selbst getan. Für die weiteren Schritte wünsche ich Ihnen einen guten Therapieerfolg.

Bruck / Mur, Jänner 2007

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Praxisarbeit:

  • Institut „IFP“ in Kapfenberg seit 1983
  • Eigene Praxis in Bruck/Mur seit 1991
  • In 23 Jahren mehr als 10 000 Gespräche

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Settings:

  • Einzel
  • Paare
  • Familien
  • Gruppen
  • Kurse/Lehrgänge

Zielgruppen:

  • Kinder
  • Jugendliche
  • Erwachsene
  • ältere Menschen

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